Das Lernen geht weiter ;-)

Der Haupturlaub, bzw. der Sommerurlaub ist schon wieder vorbei. Dieses Jahr konnten wir für die ganze Zeit mit unserem Wohnmobil verreisen. Vor einem Jahr war Jana ja erst wenige Tage bei uns und noch in der Eingewöhnungszeit.

Es waren für alle zwei schöne Wochen und vor allem für Jana auch lehrreiche Wochen. Sie hat viel Neues kennengelernt. Natürlich hat sie uns auf allen Wegen begleitet.

Die erste Herausforderung für sie war der Besuch von Amsterdam. Von unserem Parkplatz im Hafengebiet fuhr eine Fähre hinüber zum Hauptbahnhof. Und die war rappelvoll von Menschen mit und ohne Fahrräder. Aber ich muss sagen, sie hat das toll gemacht. Wir standen umringt von Fahrrädern und Jana bekam ab und zu doch einen kleinen Rempler ab. Die Menschen waren viel zu sehr mit sich beschäftigt, um mal einen Blick auf den Boden zu werfen. Am Bahnhof angekommen herrschte im näheren Umkreis ein unbeschreibliches Gedränge und wir mit Jana mittendrin. Aber auch da ging sie äusserlich ruhig mit uns durch. Wir waren aber alle froh, als wir ein Nebengässchen fanden, wo kaum noch Menschen waren. Schön war es dort auch ohne Geschäfte und viele Kneipen.

Eine Mutprobe wurde für Jana der morgendliche Spaziergang vom Campingplatz der Stadt aus. Es war noch früh, das grosse Tor geschlossen und es blieb nur der Weg durch ein Drehkreuz. Jana sträubte sich mit mir hindurch zu gehen, verständlicherweise hatte sie Angst davor. Aber mit viel Geduld und Ruhe schaffte ich es, obwohl ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich einmal kurz davor war aufzugeben. Auf dem Rückweg vom Spazierengehen war das Drehkreuz überhaupt kein Problem mehr. Locker ging sie mit mir hindurch, als hätte sie nie was anderes getan. Ich war sehr stolz auf sie und lobte sie natürlich ausgiebig.

Gegen Ende der Ferien waren wir auf einem Platz, der für Hunde einen kleinen Agilityplatz hatte. Darauf war ein ‚Laufsteg‘ mit einer Schräge zum hinauf- bzw. zum herunterlaufen. Das klappte gut, aber anschliessend gingen wir noch zur Wippe. Dort bekam sie so einen grossen Schreck, als die Wippe nach unten kippte, dass sie hinterher auch nicht mehr auf den Steg wollte. Das mit der Wippe war eindeutig mein Fehler und ich probierte es auch nicht mehr. Aber die plötzliche Angst vor dem Steg wollte ich ihr doch gerne nehmen. Frühmorgens nach dem Morgenlauf gingen wir auf den Platz. Es war niemand sonst dort und ich versuchte sie mit Leckerchen die Schräge hochzulocken. Keine Chance ! Dann kam mir eine Idee. Ich nahm sie hoch und stellte sie auf die Gerade, hielt sie fest und lobte sie überschwenglich. Als Jana sich entspannte lockte ich sie über die Schräge nach unten. Und siehe da, es gelang. Anschliessend lief ich mit ihr um den Steg herum und versuchte mein Glück bergauf. Dabei hielt ich sie kurz und war ganz nah bei ihr. Nach kurzem Zögern folgte sie der Hand mit dem Leckerchen hinauf und auf der anderen Seite hinunter. Ganz stolz setzte sie sich unten ins Gras und schaute mich an. Ihr Gesichtsausdruck war einmalig, so richtig als wollte er sagen ‚bin ich nicht gut‘ 😉

Auch mit Menschen sammelte sie neue Erfahrungen. Einmal begegneten wir einer Gruppe geistig Behinderter. Einige liefen auf uns zu mit den Worten ‚will streicheln‘. Natürlich blieb ich mit Jana stehen und sie hielt ganz still, auch als sie ein bisschen unbeholfen gestreichelt wurde. Das Leuchten in den Gesichtern der Menschen hinterliess einen nachhaltigen Eindruck bei mir.

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auf dem Weg zum Besuchshund..

Der erste Schritt ist gemacht. Ich hatte mich schon Ende des letzten Jahres bei den Maltesern an einer Veranstaltung über die Möglichkeit mit Jana die Ausbildung zum Besuchshund zu machen informiert.

Ende Mai wurde Jana 1 Jahr alt und jetzt kann dieser Wunsch Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden. Vor 3 Wochen hatte ich, noch ohne Jana, die Möglichkeit zusammen mit dem Leiter der Besuchshunde-Gruppe und seinem Hund ein Pflegeheim im Wiesental zu besuchen. Jürgen, so heisst er, zeigte mir zwei geschlossene Demenzabteilungen, wohl um zu sehen, ob ich mit den besonderen Gegebenheiten und den Bewohnern dort klar komme. In meinem Beruf treffe ich oft auf ältere Menschen mit Demenz und deshalb konnte ich gut damit umgehen.

Gestern, beim zweiten Besuch dort, durfte Jana mitkommen. Sie war anfangs noch etwas aufgeregt durch die fremden Gerüche und die unbekannte Umgebung. Aber nach einer Weile besserte sich das. Wir besuchten wieder die beiden Demenzabteilungen. Die Bewohner sassen an einem Tisch und waren teils mehr und teils weniger mit Spielen beschäftigt. Als sie Jana sahen wurden sie aufmerksam und plötzlich kam Leben in die Gruppe. Eine Dame bewunderte das glänzende schwarze Fell von Jana, “ kein Stäubchen drauf“ meinte sie und fragte ob Jana wirklich überall ganz schwarz wäre und ganz ohne helle Flecken. Jana wurde gestreichelt und liess sich das auch gerne gefallen. Sie versuchte manchmal hochzusteigen, das geht natürlich nicht. Aber das bekommen wir auch noch in den Griff.

In der 2. Abteilung lief ich erst eine Runde um die Gruppe am Tisch und wer Jana streicheln wollte durfte das auch. Die Betreuerin nahm mich dann mit in ein Zimmer, in dem ein Herr wohnte, der Hunde sehr gerne mag. Als wir dort ankamen lag er teilnahmslos im Bett. Aber sobald meine Begleitung sagte, dass er Besuch von einem Hund habe, schaute er und stand sogar auf. Er sass dann auf dem Bett und ich ihm gegenüber auf einem Stuhl. Er fing an von früher und seinen Hunden zu erzählen. Dazwischen streichelte er immer wieder Jana. Diese fing dann aber an zu Gähnen, ein Zeichen von Stress. Es ist wichtig auf diese Anzeichen zu achten! Gleichzeitig kam aber Jürgen, um mich abzuholen. Mehr wie eine 1/2 Stunde schaffen die Hunde fast nicht, sie sind danach total platt. Auf dem Rückweg zum Lift bekam Jana von der Küche noch ein Würstchen zugesteckt. So endete dieser Besuch mit einem positiven Abschluss und daran wird sie sich beim nächsten Mal sicher erinnern.

Jürgen und ich liefen zusammen zu unseren Autos und er sagte “ ein toller Hund, sie hat das wirklich sehr gut gemacht, vor allem, wenn man bedenkt, dass es ihr erstes Mal war. Eigentlich bräuchte sie gar keinen Eignungstest“

Im Herbst oder spätestens im nächsten Frühjahr fängt ein Kurs an mit u.a. einem Eignungstest, bzw. Stresstest für die Hunde (ist obligatorisch). Das Ganze in Zusammenarbeit mit einer Hundeschule. Das ist der Praxisteil. Ich selber muss einen grossen Erste Hilfe Kurs besuchen, was immer das auch bedeutet, also nicht so einen wie damals vor der Führerscheinprüfung. Dazu gibt es noch theoretische Schulungsstunden an mehreren Abenden. Ausserdem wird die Mitgliedschaft bei den Maltesern gewünscht, die aber mit 15,– Euro pro Jahr sehr günstig ist.

Nach dem Kurs kann ich dann selbständig Besuche machen, auch zu Kindern, die den Hunden vorlesen, zum Beispiel, aber das ist erst im Aufbau. Bis dorthin begleiten Jana und ich ein anderes Team. Meine Tierärztin besucht mit ihrem Hund ein Pflegeheim in meiner Nähe, ihr könnte ich mich anschliessen, praktisch auf privater Basis bis ich den Kurs absolviert habe. Es ist so schön die Freude und die Dankbarkeit der Menschen zu sehen!

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Das erste Jahr

Kaum zu glauben, aber nun ist Jana schon 1 Jahr alt.

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Es war ein wunderschönes Jahr ! In der Anfangsphase als kleiner Welpe manchmal etwas anstrengend, wenn wieder ein Teil der Bepflanzung des Gartens ihrem Entdeckungsdrang zum Opfer fiel oder wenn, was aber sehr selten vorkam, ein kleiner See darauf hinwies, dass man sie doch nicht genug beobachtet hatte für den richtigen Zeitpunkt zum Rausgehen. Aber das alles gehört einfach zur Welpenzeit dazu.

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Es war ein spannendes Jahr, all die Fortschritte erleben zu dürfen, die Welt mit Welpenaugen neu zu entdecken. Von klein auf hatte sie ihren ganz eigenen Charakter. Aufpassen musste man, wenn das Weisse in ihren sonst dunklen Augen aufblitzte. Dann konnte man sicher sein, dass sie irgendwas im Schild führte, was man so eigentlich nicht wollte.

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Und immer wieder muss ich denken, die Entscheidung für Fräulein Orange, also für Jana, war genau richtig. Sie passt einfach zu mir. Ihre Schwester Chili ist auch eine ganz tolle Hündin geworden, hat aber ganz andere Eigenarten. Jana macht z.B. um jede Pfütze einen Bogen, Chili lässt kein Schlammloch aus und wälzt sich leidenschaftlich darin. Jana ist sehr sensibel und vorsichtig, Chili war schon als kleinster Welpe forsch und unerschrocken.

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Fast bedauere ich es, dass die Welpenzeit schon vorbei ist. Aber auch jetzt als Junghund wird es niemals langweilig mit ihr. Sie hört (meistens ;-)) sehr gut, aber es gibt Tage, nein eigentlich nur Momente, da meint man sie hat alles vergessen. Beim Rückruf seht sie dann unbeweglich da wie eine Statue. Das bedeutet, sie hat irgendetwas Spannenderes in der Nase und dem gibt sie auch nach. Auch jetzt zeigt sie dabei noch das Glitzern in den Augen wie in ihrer Welpenzeit.

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Jana bereichert mein Leben, ich geniesse jeden Tag mit ihr und hoffe auf sehr viele gemeinsame und gesunde Jahre.

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Jana kann doch noch richtig Schnee geniessen…

Anfang März hatte ich eine Woche Urlaub und diese verbrachten wir im Tannheimer Tal in Tirol. Bereits am 2. Tag schneite es ausgiebig und so hatte Jana doch noch Gelegenheit mal so richtig durch Tiefschnee zu laufen.

 

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Sie tat das dann auch ausgiebig und immer wieder verfolgte sie aufmerksam eine Spur unter dem Schnee. Sie hörte wohl Mäuse oder andere Kleintiere darunter.

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Es machte viel Freude mit ihr durch die winterliche Landschaft zu streifen und ihre Begeisterung dabei zu beobachten. Daheim hatten wir den ganzen Winter nur 2 – 3 Tage einen Hauch von Schnee, der meistens nach wenigen Stunden wieder ganz weg war.

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Im Hotel war Jana der Star. Plötzlich liefen andere Gäste und das Personal mit Hundeleckerchen in der Tasche herum. Alle erkundigten sich nach ihr und wollten sie streicheln. Jana genoss das völlig entspannt. Gleich am 2. Tag sprach mich der Restaurantleiter auf dem Weg zur Nachmittagsjause an “ ich sei das doch mit der schwarzen Labradorhündin“. Als ich bejahte, fragte er wo der Hund denn sei, ich könne ihn gerne holen und er zeigte uns einen besonderen Tisch ausserhalb des Speisesaals, aber doch durch die offene Bauweise nicht abgetrennt. Als ich dann mit Jana kam, war die Begeisterung gross. Sogar das junge Mädchen vom Empfang kam extra kurz runter. Nach dem Abendessen sassen wir meistens noch im Kaminzimmer, auch dort waren Hunde erlaubt. Und wieder kamen die Leute an den Tisch, um Jana zu begrüssen. An Gesprächspartnern fehlte es uns nie. Mit unserem vorherigen Schäferhund ist uns das nie passiert ;-). Ich betrachtete das aber im Hinblick auf die zukünftige Ausbildung zum Besuchshund als eine positive Erfahrung für Jana.

Jana war die Zeit im Hotel völlig entspannt und auch wenn wir beim Frühstück oder Abendessen waren, wartete sie ruhig alleine im Zimmer. Ich hatte aber auch ihre faltbare textile Hundebox incl. Kuscheltier dabei und in dieser Höhle fühlte sie sich sehr wohl.

Bei der Abreise dachte ich noch, dass sich an uns Menschen bald niemand mehr erinnert, aber an Jana sicher noch lange 🙂

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Die 1. Läufigkeit

Am 3. Februar war es soweit, im Alter von 8 Monaten und 9 Tagen fand ich den ersten Bluttropfen auf dem Fussboden. Jana war läufig geworden.

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Mir war einige Tage zuvor bei den Spaziergängen schon aufgefallen, dass sie plötzlich sehr interessiert an Büschen und Bäumen schnuppert. Davor war sie eigentlich mehr den Gerüchen am Boden nachgegangen.

Das Laufengehen mit Jana gestaltete sich zwangsläufig etwas schwieriger. War ich vor der Läufigkeit über Hundekontakte froh, so suchte ich nun einsame Spazierwege, damit sie auch mal frei herumspringen konnte. Am Junghunde-Dummytraining konnten wir trotzdem teilnehmen. Ausser Jana waren nur noch 2 ca. gleichaltrige Hundemädchen dabei.

Ab dem 8. Tag (gerechnet ab 1. Blutung) fing sie an zu markieren und das verstärkte sich von Tag zu Tag. Ausserdem stand sie oft vor der Türe und wollte raus. Sie meldete sich dabei, als ob sie dringend ihr Geschäft erledigen müsste. Wir liefen dann jeweils eine Runde und oft passierte ausser eifrigem Schnuppern gar nichts. An einem Abend geschah das sogar dreimal hintereinander. Ich hatte das Gefühl, dass Jana einfach nur auf Bräutigamschau gehen wollte. Seltsamerweise markierte sie in diesen Fällen nicht.

Das Aufschlecken der Bluttropfen drinnen in der Wohnung hatte sie noch nicht so drauf, aber es war ja ihre erste Läufigkeit. Das würde sie noch lernen.

Letztes Wochenende hatte ich 2 anstrengende Begegnungen mit Rüden. Dem einen, ein grosser übergewichtiger Golden Retriever Rüde, waren wir schon 1 Woche zuvor begegnet. Damals wies ich seine Hundeführerin darauf hin, dass Jana läufig sei. Sie meinte nur, da hätte ihr Hund aber Freude dran, nahm ihn dann aber zögerlich an die Leine. Genau diesem Rüden begegneten wir vergangenen Samstag wieder. Er war noch an der Leine, weil sie eben erst von der Strasse an den Rhein hoch gekommen waren. Die Dame am anderen Ende der Leine sah mich, lief ca. 20 Meter weiter und leinte ihn ab. Balou, so heisst der Hund, raste natürlich auf direktem Weg zu uns. Ich also auf der einen Seite Jana an der Leine und mit der anderen Hand versuchte ich Balou am Halsband zu fassen. Zum Glück gelang es mir, es war der 16. Tag der Läufigkeit, also Warnstufe rot. Balou versuchte natürlich mit Macht sich zu befreien und hinter Jana zu kommen. Musste meine ganze Kraft aufbieten, um ihn fernzuhalten und Jana hielt ja auch nicht still. Die Dame setzte sich dann endlich mal in Bewegung, um ihren Hund bei mir abzuholen, von Eile aber keine Spur. Ganz verwundert fragte sie dann, als sie mich endlich erreicht hatte, ob meine Hündin läufig sei, Balou wolle ja nur spielen. Dazu muss ich sagen, sie war erst im mittleren Alter, sollte also noch nicht vergesslich sein und Jana ist die einzige schwarze Labradorhündin, die in der Gegend wohnt. Meinen Spaziergang dort am Rhein setzte ich dann lieber nicht fort, wir liefen noch ein Stück durchs Dorf und kamen ohne weitere Vorkommnisse daheim an. Am nächsten Morgen liefen wir wieder unsere Runde am Wasser, weit und breit war kein Hund zu sehen. Doch auf einmal kam ein Spaniel durchs Gebüsch. Ich war echt froh, Jana nicht von der Leine gelassen zu haben. Dieses Mal schaffte ich es sogar, dass Jana sich setzte. So konnte ich den Rüden, der um einiges kleiner und leichter war wie Balou, ohne Probleme festhalten in der Hoffnung, dass da irgendwann der dazugehörige Hundehalter auftauchen würde. Es kam dann auch eine ältere Dame, die sich mehrmals entschuldigte für ihren freilaufenden Hund. So ging auch das gut aus. Am Nachmittag fuhren wir dann ein Stück, bis wir ein Gelände weit ausserhalb einer Ortschaft fanden. Dort war es total menschenleer und endlich konnten wir Jana mal wieder von der Leine lassen. Sie tollte dann auch glücklich umher.

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Morgen sind es 3 Wochen seit dem 1. Tag der Blutung. Blut kommt seit 2 Tagen keines mehr, aber geschwollen ist es noch. Ich hoffe nun, dass ab nächster Woche wieder alles normal läuft.

 

 

 

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Der kleine oder grosse Unterschied beim Hundespaziergang

Heute Vormittag, als ich beim Frühstück meinem Partner von den Erlebnissen des morgendlichen Spaziergangs mit Jana erzählte und rückblickend auch von verschiedenen anderen Begegnungen mit Hunden und ihren Menschen, wurde mir zum ersten Mal so richtig bewusst wie gross die Veränderungen sind.

Die Spaziergänge mit Jago, unserem letzten Hund, der leider viel zu früh über die Regenbogenbrücke gehen musste, verliefen meistens nach dem gleichen Schema. Sah uns ein Hundeführer kehrte er entweder um und ging in die entgegengesetzte Richtung oder er nahm seinen Hund und lief aufs Feld, um uns vorbei zu lassen. Dazu muss ich sagen, dass Jago ein sehr lieber und gutmütiger Schäferhund war, der zeitlebens nie eine Rangelei mit einem anderen Hund hatte. Liess sich eine Begegnung nicht vermeiden hörten wir immer wieder die Bemerkung “ mein Hund wurde mal von einem Schäferhund gebissen und jetzt hat er Angst“. Zum Glück hatte Jago aber auch Hundefreunde im näheren Bekanntenkreis mit denen er spielen und toben konnte.

Jetzt mit Jana, der 7-monatigen Labradorhündin sieht das – obwohl sie schwarz ist – ganz anders aus. Jeder der uns begegnet möchte sie streicheln, sie dürfte sogar an den Menschen hochspringen, wenn ich sie liesse („Lassen Sie sie nur, ich habe eine Waschmaschine“). In den letzten Monaten mit Jana hatte ich mehr Gespräche unterwegs wie vorher in Jahren mit Jago. Vor ihr hat kein Hund Angst, aber dafür Jana noch vor einigen von ihnen. Denke da an einen Spaziergang oben auf dem Rheindamm. Ich wollte gerade runter zum paralell verlaufenden Weg am kleinen Kanal gehen, als ich dort eine Frau mit ihrem unangeleinten grossen Wolfshund sah. Deswegen zog ich es vor oben zu bleiben. Aber plötzlich kam der Hund nach oben gerannt. Im nachhinein ein Lieber, aber alleine durch seine Grösse bekam Jana Angst und rannte aufgeregt mit eingezogenem Schwanz vor ihm davon und versteckte sich hinter mir. Seine Besitzerin kam nach einer Weile hinterher, rief ihren Hund aber nicht zu sich, sondern sagte nur, dass er einen Spielkameraden suchen würde. Da fehlen einem manchmal echt die Worte. Denke, dass wenn ich mit Jago unterwegs gewesen wäre, sie diesen nicht als Spielgefährte für ihren Hund ausgesucht hätte.

Gibt es wirklich so viele unerzogene und aggressive Schäferhunde, die diese Angst vor ihnen rechtfertigen ? Oder ist die Schutzhundeausbildung, die manche in einem falschen Licht sehen, daran schuld ? Schäferhunde sah man früher oft als Hirten- oder auch als Blindenhunde und noch heute sind sie als Lawinensuchhunde gefragt. Ich persönlich finde, dass die Vorurteile gegen diese Rasse nicht gerechtfertigt sind. Aggressive Hunde gibt es bei fast jeder Rasse. Es ist immer der Halter dafür verantwortlich und nicht das Tier !

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ein Hauch von Schnee..

Nun ist das Neue Jahr schon wieder eine Woche alt, die Zeit läuft.

Silvester hat Jana zum Glück ganz gut überstanden. Beim Laufen am Rhein einen Tag vorher blieb sie zwar immer stehen, wenn irgendwo im Dorf ein verfrühter Kracher zu hören war, aber am Silvestertag selber war sie ganz ruhig und entspannt. Wir hatten aber auch Glück, dass es tagsüber sehr ruhig war und auf unserer letzten grossen Runde vor dem Dunkelwerden war absolut nichts zu hören. Wir liessen dann die Rollläden runter, die Fenster waren wegen der Kälte sowieso geschlossen und so drangen die frühabendlichen Knaller nur sehr gedämpft in die Wohnung hinein. Kurz vor 22 Uhr ging ich nur kurz wenige Meter vors Haus, damit sie sich lösen konnte. Das war das letzte Mal bis zum Neujahrsmorgen. Als es dann um Mitternacht – trotz Verbot hier in der Gegend – so richtig los ging, lag sie entspannt neben mir (ausnahmsweise auf dem Sofa ;-)).

Bin sehr froh, dass das so gut ging mit Jana, denn unser letzter Hund hatte immer totale Panik, nachdem in seiner Junghundphase jemand einen Knaller in seiner Nähe gedankenlos gezündet hatte.

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kein Stock ist zu gross für sie…

Hier hat es nur leicht geschneit, viele Wiesen sind noch grün. Aber über die wenigen leicht schneebedeckten Flächen stürmt Jana mit grosser Begeisterung. Natürlich hat sie das kalte Weiss schon auf seine Essbarkeit getestet, so wie auch diverse vereiste Brocken – Labbi eben :-).

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Muss sie an der Leine laufen, dann folgt sie wie ein Spürhund einer für mich unsichtbaren Spur mit der Nase nur Millimeter über dem Boden. 

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Nun hoffe ich auf mehr Schnee, damit Jana auch das kennenlernen kann. Schnee, in den man einsinkt, der unter den Füssen knirscht, der in dicken Flocken vom Himmel fällt. Muss zugeben, dass auch ich meine Freude daran hätte 🙂

Eineinhalb Stunden nördlich von uns – in der Ortenau – versinken sie im Schnee. Aus diesem Grund wurde leider das Welpentreffen vom kommenden Wochenende abgesagt. Schade, aber Sicherheit geht vor. Bei dieser Kälte sind die Strassen unberechenbar und die Anfahrtswege sind für alle nicht gerade um die Ecke.

Die Bilder wurden alle in den letzten Tagen aufgenommen, Jana ist jetzt schon 7 Monate alt.

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