Anaplasmen und Rickettsien

Beim letzten Impftermin von Jana im August fragte ich den Tierarzt, im Hinblick auf den bevorstehenden Urlaub auf Sardinien, ob der Schutz mit Advantix ausreichend sei wegen der Sandmücke. Er bestätigte das und fragte, ob er Jana auf seine Kosten Blut abnehmen dürfe, die Wirkung von Advantix interessiere ihn. 

Ein paar Tage vor dem Urlaub kam das Ergebnis. Mail des Tierarztes: „Jana ist trotz konsequenter Zeckenprophylaxe infiziert mit Rickettsien und Anaplasmen. So lange sie klinisch normal ist, spielt das aber keine Rolle.“

Ich googelte nach beidem: Anaplasmen: Der Erreger dieser Erkrankung – Anaplasma phagocytophilum – ist ein gram-negatives Bakterium, das zur Gruppe der Rickettsien gehört. Die Übertragung des Krankheitserregers erfolgt durch den Stich der bei uns beheimateten Zeckenart Ixodes ricinus – dem Holzbock. Nach der Infektion befallen die Anaplasmen bestimmte weiße Blutzellen (Granulozyten), vermehren sich in ihnen und zerstören sie. Es kommt zu massiven Folgeschäden. Die Anaplasmose wird auch „granulozytäre Erlichiose“ genannt.                                                              Rickettsien: Rickettsien sind obligat intrazelluläre kokkoide, stäbchenförmige oder pleomorphe gram-negative Bakterien, die in retikuloendothelialen Zellen oder Erythrozyten parasitieren.

Ich war sehr beunruhigt und fragte nach, hatte ich doch noch nie von diesen beiden Krankheiten gehört. Jana hatte auch in ihrem fast 2 1/2 jährigen Leben insgesamt nur 2 Zeckenbisse. Anscheinend übertragen nur 2 – 5% der Zecken diese Krankheiten. Ich fragte den Tierarzt, ob wir besser auf die Reise in den Süden verzichten sollten, aber er verneinte und gab mir nur Schmerztabletten (Previcox) mit, falls Jana anfangen sollte zu hinken. Ausserdem wollte er Ende Oktober nochmal Blut abnehmen, um die Titer zu kontrollieren. Bei beiden Erkrankungen wurden die Antikörper in niedriger Konzentration nachgewiesen.

Das alles war mir zu unsicher und ich holte mir eine 2. Meinung ein. Aufgrund des Titers konnte die Internistin nicht erkennen, ob die Infektion erst am Ausbrechen ist, nur unterschwellig verläuft oder chronisch ist. Deshalb wollte sie noch den Hämatokrit-Wert wissen, um zu sehen, ob schon eine Blutarmut vorliegt. Dieser Wert war zum Glück mit 45,34 % völlig normal und die Ärztin versicherte mir, dass die Infektion nicht akut sei, da die Blutwerte normal seien und Jana keinerlei Symptome hatte. Aber eine Kontrolle der Blutwerte sollte unbedingt nach ein paar Wochen gemacht werden und da hatte ich ja schon einen Termin. Sollte der Titer dann angestiegen sein, musste therapiert werden.

Da fiel mir ein Riesenstein vom Herz und ich konnte beruhigter in den Urlaub fahren. Hatte auch Kontakt mit Jana’s Züchterin aufgenommen und diese fragte bei ihrer Tierärztin in der Klinik nach. Auch von dort kam Entwarnung. Der niedere Titer zeige, dass Jana Antikörper gebildet habe und solange sie keine Beschwerden habe sei alles gut. Anscheinend hätte jeder 2. oder 3. Hund das.

Jana war während des ganzen Urlaubs topfit und voller Energie und ich konnte der nächsten Blutuntersuchung gelassen entgegen sehen.

Die Werte der Anaplasmen und Rickettsien sind genau gleich geblieben, also nicht schlechter, aber leider auch nicht besser geworden. Nur der Hämatokrit-Wert hat sich leicht auf 49,59 % erhöht. Das ist doch wenigstens etwas Positives.

Bemerkung des Tierarztes: nichts tun und abwarten.

Eine weitere Kontrolle der Titer wird in 1/2 Jahr empfohlen oder falls irgendwelche Symptome auftreten sollten.

 

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Besuchshund Jana

Jana ist jetzt offiziell Besuchshund. Plötzlich ging alles ganz schnell. Wir waren ja monatelang in der Warteschleife, immer auf Abruf, aber der kam höchstens 1x im Monat und dann meistens sehr kurzfristig, d. h. am späten Morgen für einen Besuch am Nachmittag. Wir gingen dann in Begleitung des Leiters der Besuchshundegruppe in ein Altersheim, ca. 45 Minuten Fahrzeit von meinem Wohnort entfernt.

Dann wurde in meiner Heimatstadt gleich auf der anderen Rheinseite ein Besuchshund für die Demenzabteilung gesucht. Seither besuche ich selbständig mit Jana einmal pro Woche dieses Altersheim, manchmal auch erst nach 2 Wochen im Wechsel mit einem anderen Team. Wir bleiben jeweils eine knappe Stunde. Danach ist Jana platt. Anfangs schlief sie hinterher fast im Stehen ein, aber das ist jetzt besser. 

Die Besuche auf der Demenzabteilung sind jedesmal ein voller Erfolg. Das wurde mir auch von einer Pflegekraft bestätigt. Bewohner, die sonst nur still dasitzen, werden plötzlich gesprächig. Meistens setze ich mich an einen Tisch, an dem sich schon 3 – 4 Personen befinden. Jana läuft zu jedem hin und schon beginnen die Augen von ihnen zu leuchten. Teilweise unbeholfen versuchen sie Jana zu streicheln. Und dann beginnen sie über die Haustiere ihrer Kindheit zu erzählen, eine über ihren weissen Spitz, der Nelly hiess und mit ihr auf einem Rheinschiff lebte, eine andere über die Evakuierung während des Krieges in den Schwarzwald, auch von ihrem Hund begleitet. Eine Dame zeigt mir bei jedem Besuch den Impfpass ihres Hundes. Sie ist der festen Überzeugung, dass sie nur zu Besuch ist und gleich heim geht zu ihrem Rauhhaardackel Enno. Sie erzählt auch was er dann von ihr zum Fressen bekommen wird.

Gut, die Geschichten wiederholen sich 4 bis 5 mal pro Besuch, aber damit habe ich kein Problem. Man darf sich nur nichts anmerken lassen. Jana liegt beim Erzählen meistens entspannt unter dem Tisch, auch das wird von den Bewohnern bemerkt und sie freuen sich, dass Jana so lieb ist.

Eine Ärztin ist der Meinung, dass kurz nach meinem Besuch schon alle vergessen hätten, dass ich überhaupt da war. Das entspricht der Krankheit und ist völlig normal, gerade bei den schweren Fällen. Aber diese eine Stunde mit Jana geniessen sie und das alleine zählt!

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Jana, der Herzenshund

Es ist viel Zeit vergangen, seitdem ich das letzte Mal über Jana geschrieben habe. Es war auch einiges los, vor allem beruflich und da habe ich die Freizeit lieber dazu benutzt mit Jana draussen Zeit zu verbringen anstatt am Computer zu sitzen.

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Sie hat sich toll entwickelt, folgt gut und es macht einfach viel Freude mit ihr zu „arbeiten“ oder zu spielen. Jana ist sensibel und bei Druck zieht sie sich zurück, aber ich habe mir angewöhnt nur mit ihr zu üben, wenn ich selber innerlich ruhig und gelassen bin. Mit dem Stress von der Arbeit im Kopf bringt es gar nichts, für keinen von uns beiden ! Eine befreundete Hundetrainerin hat mir ein wunderschönes Kompliment gemacht: Jana und ich würden ganz toll zusammen passen, ich wäre ihr Fels in der Brandung. Darüber freute ich mich sehr.

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Im November des letzten Jahres absolvierte ich mit Jana zum Abschluss des Junghundekurses eine interne Familienhundeprüfung. Jana machte das ganz toll, nur ich selber war sehr nervös. Trotzdem schaffte Jana 79 von 80 Punkten und kam mit einem ‚vorzüglich‘ auf den dritten Platz, punktgleich mit dem Zweiten. Natürlich war ich sehr stolz auf sie.

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Ins Altersheim gehen wir im Moment einmal monatlich. Jana wird immer gelassener dabei und interessiert sich nicht mehr so sehr für die Brotkrümmel unter dem Tisch ;-). Der Kurs hat leider immernoch nicht angefangen. Letzten Herbst waren es zu wenig Hunde und er wurde auf dieses Frühjahr verschoben. Nun bin ich mal gespannt wann es wirklich losgeht damit.

Das Dummytraining, für das ich einmal wöchentlich an den Hochrhein fahre, macht Jana richtig Spass. Da kann sie sich so richtig auspowern dabei. Beate, bei ihr findet es statt, nennt sie den Düsenjäger, so schnell ist Jana unterwegs.

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Am meisten gefällt ihr die Verlorenensuche, da zeigt sie eine unglaubliche Ausdauer.

Bei allem was ich mit Jana erarbeite steht die Freude des Hundes daran im Vordergrund, Prüfungsambitionen habe ich keine – ausser vielleicht mal die Begleithundeprüfung, falls ich die für die Ausbildung zum Besuchshund brauchen sollte. Der Ehrgeiz Pokale zu sammeln fehlt mir und Hunde artgerecht auslasten kann man auch so.

Hier ein paar Bilder, die ihre unbändige Lebensfreude zeigen…P1000966_Bildgröße ändernP1000968_Bildgröße ändernP1000970_Bildgröße ändern

 

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Das Lernen geht weiter ;-)

Der Haupturlaub, bzw. der Sommerurlaub ist schon wieder vorbei. Dieses Jahr konnten wir für die ganze Zeit mit unserem Wohnmobil verreisen. Vor einem Jahr war Jana ja erst wenige Tage bei uns und noch in der Eingewöhnungszeit.

Es waren für alle zwei schöne Wochen und vor allem für Jana auch lehrreiche Wochen. Sie hat viel Neues kennengelernt. Natürlich hat sie uns auf allen Wegen begleitet.

Die erste Herausforderung für sie war der Besuch von Amsterdam. Von unserem Parkplatz im Hafengebiet fuhr eine Fähre hinüber zum Hauptbahnhof. Und die war rappelvoll von Menschen mit und ohne Fahrräder. Aber ich muss sagen, sie hat das toll gemacht. Wir standen umringt von Fahrrädern und Jana bekam ab und zu doch einen kleinen Rempler ab. Die Menschen waren viel zu sehr mit sich beschäftigt, um mal einen Blick auf den Boden zu werfen. Am Bahnhof angekommen herrschte im näheren Umkreis ein unbeschreibliches Gedränge und wir mit Jana mittendrin. Aber auch da ging sie äusserlich ruhig mit uns durch. Wir waren aber alle froh, als wir ein Nebengässchen fanden, wo kaum noch Menschen waren. Schön war es dort auch ohne Geschäfte und viele Kneipen.

Eine Mutprobe wurde für Jana der morgendliche Spaziergang vom Campingplatz der Stadt aus. Es war noch früh, das grosse Tor geschlossen und es blieb nur der Weg durch ein Drehkreuz. Jana sträubte sich mit mir hindurch zu gehen, verständlicherweise hatte sie Angst davor. Aber mit viel Geduld und Ruhe schaffte ich es, obwohl ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich einmal kurz davor war aufzugeben. Auf dem Rückweg vom Spazierengehen war das Drehkreuz überhaupt kein Problem mehr. Locker ging sie mit mir hindurch, als hätte sie nie was anderes getan. Ich war sehr stolz auf sie und lobte sie natürlich ausgiebig.

Gegen Ende der Ferien waren wir auf einem Platz, der für Hunde einen kleinen Agilityplatz hatte. Darauf war ein ‚Laufsteg‘ mit einer Schräge zum hinauf- bzw. zum herunterlaufen. Das klappte gut, aber anschliessend gingen wir noch zur Wippe. Dort bekam sie so einen grossen Schreck, als die Wippe nach unten kippte, dass sie hinterher auch nicht mehr auf den Steg wollte. Das mit der Wippe war eindeutig mein Fehler und ich probierte es auch nicht mehr. Aber die plötzliche Angst vor dem Steg wollte ich ihr doch gerne nehmen. Frühmorgens nach dem Morgenlauf gingen wir auf den Platz. Es war niemand sonst dort und ich versuchte sie mit Leckerchen die Schräge hochzulocken. Keine Chance ! Dann kam mir eine Idee. Ich nahm sie hoch und stellte sie auf die Gerade, hielt sie fest und lobte sie überschwenglich. Als Jana sich entspannte lockte ich sie über die Schräge nach unten. Und siehe da, es gelang. Anschliessend lief ich mit ihr um den Steg herum und versuchte mein Glück bergauf. Dabei hielt ich sie kurz und war ganz nah bei ihr. Nach kurzem Zögern folgte sie der Hand mit dem Leckerchen hinauf und auf der anderen Seite hinunter. Ganz stolz setzte sie sich unten ins Gras und schaute mich an. Ihr Gesichtsausdruck war einmalig, so richtig als wollte er sagen ‚bin ich nicht gut‘ 😉

Auch mit Menschen sammelte sie neue Erfahrungen. Einmal begegneten wir einer Gruppe geistig Behinderter. Einige liefen auf uns zu mit den Worten ‚will streicheln‘. Natürlich blieb ich mit Jana stehen und sie hielt ganz still, auch als sie ein bisschen unbeholfen gestreichelt wurde. Das Leuchten in den Gesichtern der Menschen hinterliess einen nachhaltigen Eindruck bei mir.

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auf dem Weg zum Besuchshund..

Der erste Schritt ist gemacht. Ich hatte mich schon Ende des letzten Jahres bei den Maltesern an einer Veranstaltung über die Möglichkeit mit Jana die Ausbildung zum Besuchshund zu machen informiert.

Ende Mai wurde Jana 1 Jahr alt und jetzt kann dieser Wunsch Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden. Vor 3 Wochen hatte ich, noch ohne Jana, die Möglichkeit zusammen mit dem Leiter der Besuchshunde-Gruppe und seinem Hund ein Pflegeheim im Wiesental zu besuchen. Jürgen, so heisst er, zeigte mir zwei geschlossene Demenzabteilungen, wohl um zu sehen, ob ich mit den besonderen Gegebenheiten und den Bewohnern dort klar komme. In meinem Beruf treffe ich oft auf ältere Menschen mit Demenz und deshalb konnte ich gut damit umgehen.

Gestern, beim zweiten Besuch dort, durfte Jana mitkommen. Sie war anfangs noch etwas aufgeregt durch die fremden Gerüche und die unbekannte Umgebung. Aber nach einer Weile besserte sich das. Wir besuchten wieder die beiden Demenzabteilungen. Die Bewohner sassen an einem Tisch und waren teils mehr und teils weniger mit Spielen beschäftigt. Als sie Jana sahen wurden sie aufmerksam und plötzlich kam Leben in die Gruppe. Eine Dame bewunderte das glänzende schwarze Fell von Jana, “ kein Stäubchen drauf“ meinte sie und fragte ob Jana wirklich überall ganz schwarz wäre und ganz ohne helle Flecken. Jana wurde gestreichelt und liess sich das auch gerne gefallen. Sie versuchte manchmal hochzusteigen, das geht natürlich nicht. Aber das bekommen wir auch noch in den Griff.

In der 2. Abteilung lief ich erst eine Runde um die Gruppe am Tisch und wer Jana streicheln wollte durfte das auch. Die Betreuerin nahm mich dann mit in ein Zimmer, in dem ein Herr wohnte, der Hunde sehr gerne mag. Als wir dort ankamen lag er teilnahmslos im Bett. Aber sobald meine Begleitung sagte, dass er Besuch von einem Hund habe, schaute er und stand sogar auf. Er sass dann auf dem Bett und ich ihm gegenüber auf einem Stuhl. Er fing an von früher und seinen Hunden zu erzählen. Dazwischen streichelte er immer wieder Jana. Diese fing dann aber an zu Gähnen, ein Zeichen von Stress. Es ist wichtig auf diese Anzeichen zu achten! Gleichzeitig kam aber Jürgen, um mich abzuholen. Mehr wie eine 1/2 Stunde schaffen die Hunde fast nicht, sie sind danach total platt. Auf dem Rückweg zum Lift bekam Jana von der Küche noch ein Würstchen zugesteckt. So endete dieser Besuch mit einem positiven Abschluss und daran wird sie sich beim nächsten Mal sicher erinnern.

Jürgen und ich liefen zusammen zu unseren Autos und er sagte “ ein toller Hund, sie hat das wirklich sehr gut gemacht, vor allem, wenn man bedenkt, dass es ihr erstes Mal war. Eigentlich bräuchte sie gar keinen Eignungstest“

Im Herbst oder spätestens im nächsten Frühjahr fängt ein Kurs an mit u.a. einem Eignungstest, bzw. Stresstest für die Hunde (ist obligatorisch). Das Ganze in Zusammenarbeit mit einer Hundeschule. Das ist der Praxisteil. Ich selber muss einen grossen Erste Hilfe Kurs besuchen, was immer das auch bedeutet, also nicht so einen wie damals vor der Führerscheinprüfung. Dazu gibt es noch theoretische Schulungsstunden an mehreren Abenden. Ausserdem wird die Mitgliedschaft bei den Maltesern gewünscht, die aber mit 15,– Euro pro Jahr sehr günstig ist.

Nach dem Kurs kann ich dann selbständig Besuche machen, auch zu Kindern, die den Hunden vorlesen, zum Beispiel, aber das ist erst im Aufbau. Bis dorthin begleiten Jana und ich ein anderes Team. Meine Tierärztin besucht mit ihrem Hund ein Pflegeheim in meiner Nähe, ihr könnte ich mich anschliessen, praktisch auf privater Basis bis ich den Kurs absolviert habe. Es ist so schön die Freude und die Dankbarkeit der Menschen zu sehen!

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Das erste Jahr

Kaum zu glauben, aber nun ist Jana schon 1 Jahr alt.

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Es war ein wunderschönes Jahr ! In der Anfangsphase als kleiner Welpe manchmal etwas anstrengend, wenn wieder ein Teil der Bepflanzung des Gartens ihrem Entdeckungsdrang zum Opfer fiel oder wenn, was aber sehr selten vorkam, ein kleiner See darauf hinwies, dass man sie doch nicht genug beobachtet hatte für den richtigen Zeitpunkt zum Rausgehen. Aber das alles gehört einfach zur Welpenzeit dazu.

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Es war ein spannendes Jahr, all die Fortschritte erleben zu dürfen, die Welt mit Welpenaugen neu zu entdecken. Von klein auf hatte sie ihren ganz eigenen Charakter. Aufpassen musste man, wenn das Weisse in ihren sonst dunklen Augen aufblitzte. Dann konnte man sicher sein, dass sie irgendwas im Schild führte, was man so eigentlich nicht wollte.

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Und immer wieder muss ich denken, die Entscheidung für Fräulein Orange, also für Jana, war genau richtig. Sie passt einfach zu mir. Ihre Schwester Chili ist auch eine ganz tolle Hündin geworden, hat aber ganz andere Eigenarten. Jana macht z.B. um jede Pfütze einen Bogen, Chili lässt kein Schlammloch aus und wälzt sich leidenschaftlich darin. Jana ist sehr sensibel und vorsichtig, Chili war schon als kleinster Welpe forsch und unerschrocken.

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Fast bedauere ich es, dass die Welpenzeit schon vorbei ist. Aber auch jetzt als Junghund wird es niemals langweilig mit ihr. Sie hört (meistens ;-)) sehr gut, aber es gibt Tage, nein eigentlich nur Momente, da meint man sie hat alles vergessen. Beim Rückruf seht sie dann unbeweglich da wie eine Statue. Das bedeutet, sie hat irgendetwas Spannenderes in der Nase und dem gibt sie auch nach. Auch jetzt zeigt sie dabei noch das Glitzern in den Augen wie in ihrer Welpenzeit.

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Jana bereichert mein Leben, ich geniesse jeden Tag mit ihr und hoffe auf sehr viele gemeinsame und gesunde Jahre.

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Jana kann doch noch richtig Schnee geniessen…

Anfang März hatte ich eine Woche Urlaub und diese verbrachten wir im Tannheimer Tal in Tirol. Bereits am 2. Tag schneite es ausgiebig und so hatte Jana doch noch Gelegenheit mal so richtig durch Tiefschnee zu laufen.

 

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Sie tat das dann auch ausgiebig und immer wieder verfolgte sie aufmerksam eine Spur unter dem Schnee. Sie hörte wohl Mäuse oder andere Kleintiere darunter.

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Es machte viel Freude mit ihr durch die winterliche Landschaft zu streifen und ihre Begeisterung dabei zu beobachten. Daheim hatten wir den ganzen Winter nur 2 – 3 Tage einen Hauch von Schnee, der meistens nach wenigen Stunden wieder ganz weg war.

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Im Hotel war Jana der Star. Plötzlich liefen andere Gäste und das Personal mit Hundeleckerchen in der Tasche herum. Alle erkundigten sich nach ihr und wollten sie streicheln. Jana genoss das völlig entspannt. Gleich am 2. Tag sprach mich der Restaurantleiter auf dem Weg zur Nachmittagsjause an “ ich sei das doch mit der schwarzen Labradorhündin“. Als ich bejahte, fragte er wo der Hund denn sei, ich könne ihn gerne holen und er zeigte uns einen besonderen Tisch ausserhalb des Speisesaals, aber doch durch die offene Bauweise nicht abgetrennt. Als ich dann mit Jana kam, war die Begeisterung gross. Sogar das junge Mädchen vom Empfang kam extra kurz runter. Nach dem Abendessen sassen wir meistens noch im Kaminzimmer, auch dort waren Hunde erlaubt. Und wieder kamen die Leute an den Tisch, um Jana zu begrüssen. An Gesprächspartnern fehlte es uns nie. Mit unserem vorherigen Schäferhund ist uns das nie passiert ;-). Ich betrachtete das aber im Hinblick auf die zukünftige Ausbildung zum Besuchshund als eine positive Erfahrung für Jana.

Jana war die Zeit im Hotel völlig entspannt und auch wenn wir beim Frühstück oder Abendessen waren, wartete sie ruhig alleine im Zimmer. Ich hatte aber auch ihre faltbare textile Hundebox incl. Kuscheltier dabei und in dieser Höhle fühlte sie sich sehr wohl.

Bei der Abreise dachte ich noch, dass sich an uns Menschen bald niemand mehr erinnert, aber an Jana sicher noch lange 🙂

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